Eerie effects of plants and human beings

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"Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes."

Salvatore Dali

Zwei Künstler der SEZESSION GRAZ zeigen im September in der BURN-IN Galerie ihre emotionale Malerei mit unheimlichen Effekten.

Bei Wolfgang Finder bezieht sich dieser Titel auf seine expressiven Menschendarstellungen – wichtige und weniger wichtige Menschen, die sich täglich auf den Seiten der Magazine tummeln.

Thomas Rucker zeigt sterbende Pflanzen des Herbstes und totes Geäst. Auch die Winterbilder und die Darstellungen von Bäumen in der Nacht können auf uns unheimlich wirken. 

Musikalischer Beitrag: Wolfgang Finder

Wolfgang Finder (AT)

Wurde 1953 in Graz geboren.

Bis 2014 war er als Allgemeinmediziner tätig, seit 1990 verschrieb er sich auch der Malerei und nahm an Ausstellungen teil.

Die Arbeit als Arzt wirkt in der Thematik seiner künstlerischen Arbeit weiter. Verschiedenste Menschentypen scheinen in seinen Bildern auf, meist überzeichnet und in expressiver Gestaltung und Maltechnik. Seine bevorzugten Materialien sind Acryl und Kohle.

Die künstlerische Ausbildung erhielt er 1999 und 2001 auf der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg.

Er beschickte Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Österreich und Deutschland.

Seit 2000 ist er Mitglied der Sezession Graz.                                                                 

In den expressiven Menschenbildern des Künstlers überwiegt nicht die wirklichkeitsgetreue Wiedergabe. Selbst Musiker, sind seine Darstellungen von Musikern mit ihren Instrumenten und anderen interessanten Menschen von subjektiven Regungen geprägt. Seine emotionale spontane Malerei bringt Bewegung in ein „durchfühlt“ interpretiertes Motiv.

Thomas Rucker (AT)

Wurde 1967 in Salzburg geboren.

Schon nach der Matura studierte er an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg in der Karikaturklasse von Prof. Luis Murschetz. Neben seinem Sinologie- und Kunstgeschichtestudium in Wien arbeitete er an Aktzeichnungen und Ölbildern, an Kalligraphien, Happenings und Graffitis. Für das Land Salzburg restaurierte und vergoldete Rucker in St.Gilgen bei Augustin Kloiber. Es folgten Studien- und Arbeitsaufenthalte auf Bali, in New York und Rom.

Von 1998 bis 2002 erhielt er Aufträge für Mosaiken und Wandmalereien. Seine Freskenausbildung erhielt der Künstler auf San Servolo in Venedig und erhielt daraufhin Auftragsarbeiten für Fresken in Salzburg.

Thomas Rucker war Gastdozent an der Bosporus Universität in Istanbul und nahm in Wien und Salzburg an verschiedenen Gardening-Projekten als Künstler teil.

Seit 2003 ist er Mitglied der Sezession Graz.   

Illuminismus, der Einfall von Licht im Bildhintergrund, der auf eine Pflanze oder einen Baum einwirkt, ist die Basis, auf der Rucker in verschiedenen künstlerischen Techniken arbeitet. Er stellt dabei auch den Bezug zum Licht- und Farbenspiel der mittelalterlichen Kathedralbaukunst her.