Im Kreuzfeuer des täglichen Lebens
06.11.2018 bis 30.11.2018

VERNISSAGE
Vernissage
08
Nov 2018
19:00

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Im Kreuzfeuer des täglichen Lebens

Haupt-Reiter

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Mensch-sein heißt Bewußt-sein und Verantworlich-sein.Dr. Viktor Frankl | österr. Neurologe und Psychiater (1905-1997)

BURN-IN zeigt im November 2018 fünf junge, iranische Künstler, die selbstbewusst und angstlos ihre ganz persönlichen, brisanten Erfahrungen in ihrer Kunst verarbeiten und uns damit aussagekräftige, zum Nachdenken anregende, Statements liefern. 

Die Themen Hoffnung für den Frieden, Abhängigkeiten, Süchte, Eigenständigkeit, Wissen um die dunklen Seiten und deren positiver Umgang und Transfer an die internationale Öffentlichkeit, begleiten die Arbeiten der Künstler, die aktuell im Iran und in Kanada und Norwegen leben.

Die Ausstellung wurde im September 2018 in der S9 Gallery in Oslo (Norwegen) gezeigt und fand großen Anklang. 

Künstler Info

Leila Fathi (IR)

Leila Fathi (geb. 1978) ist iranische Künstlerin, die in Vancouver lebt. Seit ihrer Kindheit ist sie geprägt durch Kunst. Sie entstammt einer bekannten Künstlerfamilie und wurde schon sehr früh Mitglied des Instituts für intellektuelle Entwicklung von Kindern und jungen Erwachsenen. Sie besitzt einen Master in Illustration (Azad University for Art and Architecture | 2006) und studierte darüberhinaus Malerei bei Professor Karim Naser (2001-2009). Fathi's Ausstellungen führten sie nach Teheran, Dubai, Toronto, Beirut und Oslo. 

Soziale Empathie bildet die Basis ihrer Arbeit. Das ständige Interagieren auf Aktuelles (persönliches Umfeld und Gesellschaft) treibt ihre Arbeit an.

Das aktuelle Projekt: Gedankenloses Sein. Sie glaubt an eine bessere Zukunft, an die Erweiterung des Friedens in Kultur und Kunst und an das Auslöschen von Dummheit. Das Nashorn und sein Aussterben werden zum Symbol dafür.

 

Saeedeh Jaberianmahmoud (IR)

Saeedeh Jaberianmahmoud  (geb. 1987) ist eine iranische Künstlerin, die in Oslo lebt. Sie hat einen Abschluss in Elektronik und Computertechnik. Nach ihrem Technik-Studium hat sie begonnen künstlerisch aktiv zu werden. Ihre Faszination, oder wie sie selbst sagt, ihre Besessenheit zum  künstlerischen Gestalten und jonglieren mit Farben bewog sie eine Karriere als Künstlerin zu beginnen. Als Autodidaktin widmete sie sich vorrangig dem Thema "Frauen und Ihr Einfluss auf die Kunst". Zahlreiche Ausstellungen im Iran folgten, darunter auch eine Gruppenausstellung, die Ex-Präsident Khatami eröffnete. 2017 übersiedelte Jaberianmahmoud nach Oslo.

Fokus: Die meisten ihrer Arbeiten betrachten die Welt der Frauen und versuchen dies ohne Vorurteil zu tun.  Dabei ist sie stets bestrebt alles detailgetreu und realitätsnah zu zeigen. Das ist ihrer Ansicht nach der beste Weg, Dinge zu verstehen. Mehr ist nicht nötig.

 

Pedram Lasani (IR)

Pedram Lasani (geb. 1979) ist iranischer zeitgenössischer Fotograf, studierte Modefotografie am Central Saint Martins Collage für Kunst und Design in London und hat nun seit über 10 Jahren sein eigenes Studio in Teheran. Fokus: Werbung, Mode und Portraitfotografie.

Seine Obsession ist die Bühnen- und Kreativfotografie. In seiner ersten Soloausstellung (Teheran 2003) präsentierte er Arbeiten über Erdbeben. Weitere Einzel- und Gruppenausstellungen führten Lasani nach London, Tirana, Paris und kürzlich nach Genua (Art Fair Genova) und Oslo.

Die Notwendigkeit der Sünde, seine neueste Kollektion, ist in Zusammenarbeit mit der Bühnenfotografin Asra Madani entstanden. Thematisiert werden das Gute und das Böse in der modernen Welt, die Wechselwirkung zwischen Erde und Menschheit sowie die Auswirkungen von Verboten in der Gesellschaft.  Für Lasani ist es notwendig, Dunkelheit im Leben zu haben, Wissen darüber zu erlangen und einen Weg zur Leichtigkeit zu finden.

Asra Madani (IR)

Asra Madani hat Industriedesign an der Art and Architecture Azad Teheran University (1999-2004) und Betriebswirtschaftslehre an der Cardiff Metropolitan University (2014-2016) studiert. Sie arbeitete mit Pedram Lasani am Zyklus die Notwendigkeit der Sünde und brachte im Besonderen ihre soziale Empathie in das Projekt der konzeptionellen Fotografie ein.

 

 

Mehdi Mansouri (IR)

Mehdi Mansouri (geb. 1976, Teheran) ist ein iranischer zeitgenössischer Fotograf und Mitglied der National Iran Photography Society. Seit über 10 Jahren arbeitet er im Bereich Werbung, Mode und Portraitfotografie. 

Jede Serie seiner Fotocollagen erzählt Geschichten, die von Lebenserfahrungen und den inneren und äußeren Emotionen inspiriert sind. Seine Themen sind Geburt, Tod, Bewusstsein, Ehe, Trennung, Reichtum, Liebe, Hass, Ruhm, Sucht. Sie beinhalten reichlich Zündstoff und zeigen die mannigfaltigen Herausforderungen, mit denen Menschen heutzutage zu kämpfen haben. Die Geschichten sind manchmal geradlinig,  manchmal nehmen sie verdeckt Bezug auf bekannte Geschichten.

Ausstellungen: Iran, Frankreich, Italien und Albanien. In Wien präsentiert Mansouri Arbeiten aus der Serie Madam Butterfly, zieht seine ganz persönlichen Schlüsse daraus und verknüpft Abhängigkeit mit Sucht. Von höchster Bedeutung ist der positive Umgang mit der Krise, deren Bewältigung und das gestärkte Hervortreten daraus.