So oder so?!

01.12.2018 to 22.12.2018
Vernissage 05.12.2018

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Eindeutig - zweideutig. Eine Frage der Perspektive.   

 

An Klischees ist immer etwas Wahres dran.
Dr. Gregory House

Im Dezember 2018 lädt BURN-IN zu einer fantastischen Reise in die Bild- und Wortwelten der  Malerin & Grafikerin Petra Traxler-Pilgram und zeigt in der Soloausstellung So oder so?! aktuelle Arbeiten der österreichischen Künstlerin.

Gekonnt lässt Traxler-Pilgram ihre „bewegten Figuren“ dynamisch durch den Alltag tanzen und nutzt dabei bewusst Klischees, Stereotypen und Vorurteile, um mit dem Betrachter auf einer Metaebene zu kommunizieren.  Das „Schubladisieren“ hilft den Informationsoverflow erträglich zu gestalten. Negative Vorurteile und Klischees wirken aber häufig auch diskriminierend und sorgen für Misstrauen und schlechtes Klima.

Die multiplen Bildtitel akzentuieren dabei die Bildinhalte, lenken die Assoziationen in unterschiedliche Richtungen, betonen die Mehrdimensionalität des Themas und verdeutlichen die Vielschichtigkeit der Werksserien.

Klischees
Stereotypen
Vorurteile

Damit fügen sich die Arbeiten stimmig in den BURN-IN Ausstellungsreigen 2018/19, der sich als  #KunstBotschafter das ehrgeizige Ziel gesetzt hat, nachhaltige Impulse mit künstlerischer Intervention an Kunstinteressierte zu übermitteln.

Die Arbeiten Traxler-Pilgram‘s zeigen, dass alles eine Frage der Perspektive ist. So oder so?! Ganz im Sinne des Betrachters oder der Gesellschaft!       

 

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Ausgestellte Kunstwerke

Am Präsentierteller oder (K)ein Möchte-gern-Huhn oder liken oder Hab' mich doch gern!

painting, 80 cm x 80 cm
€ 990,00

Auf den Kopf gestellt oder um 180 Grad gedreht

painting, 100 cm x 80 cm
€ 1.800,00

Herumeiern oder einen Eiertanz aufführen oder jemandem ein Ei legen

painting, 70 cm x 60 cm
€ 890,00

Auf der gleichen Wellenlänge sein

painting, 70 cm x 80 cm
€ 990,00

Sich mit fremden Federn schmücken oder Imponiergehabe oder Hühnerärsche

painting, 70 cm x 60 cm
€ 890,00

Balanceakt oder Schieflage oder ins Gleichgewicht kommen oder die Balance verlieren oder in die Balance kommen

painting, 100 cm x 80 cm
€ 2.700,00

Petra Traxler-Pilgram Austria

Am Präsentierteller oder (K)ein Möchte-gern-Huhn oder liken oder Hab' mich doch gern!

painting, 80 cm x 80 cm
€ 990,00

Auf den Kopf gestellt oder um 180 Grad gedreht

painting, 100 cm x 80 cm
€ 1.800,00

Herumeiern oder einen Eiertanz aufführen oder jemandem ein Ei legen

painting, 70 cm x 60 cm
€ 890,00

Auf der gleichen Wellenlänge sein

painting, 70 cm x 80 cm
€ 990,00

Sich mit fremden Federn schmücken oder Imponiergehabe oder Hühnerärsche

painting, 70 cm x 60 cm
€ 890,00

Balanceakt oder Schieflage oder ins Gleichgewicht kommen oder die Balance verlieren oder in die Balance kommen

painting, 100 cm x 80 cm
€ 2.700,00

Ein offenes Buch sein wollen

painting, 100 cm x 80 cm
€ 2.700,00

Auf den Kopf gestellt oder um 180 Grad gedreht

painting, 100 cm x 80 cm
€ 2.700,00

Auf den Kopf gestellt oder um 180 Grad gedreht

Prints, 140 cm x 140 cm
€ 750,00

Blühende Fantasie

painting, 100 cm x 80 cm
€ 1.800,00

Durch die Blume oder ganz unverblümt oder sich kein Blatt vor den Mund nehmen

painting, 100 cm x 80 cm
€ 1.800,00

Jemandem den Ball zurückspielen oder no teamplayer

painting, 80 cm x 100 cm
€ 1.800,00

Querdenkerin oder Hommage an die Frau oder an Rodin

painting, 100 cm x 80 cm
€ 1.800,00

Schräg oder über sich hinauswachsen oder with Picasso's eye

painting, 100 cm x 80 cm
€ 1.800,00

Schwarzmalerei oder die rosa Brille abnehmen oder ein anderer Blickwinkel

painting, 100 cm x 80 cm
€ 1.800,00

Sexmaschine oder auf Liebe programmiert oder rein mechanisch oder Hommage an Klimt

painting, 100 cm x 80 cm
€ 1.800,00

Sich durchringen oder so oder so oder die Qual der Wahl

painting, 100 cm x 80 cm
€ 1.800,00

Überspannt oder entspannt oder die richtige Spannkraft finden

painting, 100 cm x 80 cm
€ 1.800,00
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Künstler Info

Jemandem den Ball zurückspielen oder no teamplayer

Petra Traxler-Pilgram (AT)

„Nicht lehren, nicht lernen – wachsen lassen aus den eigenen Wurzeln“.

Franz Čižek, österreichischer Maler, Designer und Kunsterzieher Begründer des Wiener Kinetismus

Der Wiener Kinetismus entstand in den 1920er Jahren an der Wiener Kunstgewerbeschule (heutige Universität für angewandte Kunst) und gilt als österreichischer Beitrag zu den internationalen abstrakten, futuristischen und konstruktivistischen Tendenzen der damaligen Kunst. Die Ausstellung „Dynamik! Kubismus | Futurismus | Kinetismus“ im Unteren Belvedere (2011) und das Buch “Wiener Kinetismus. Eine bewegte Moderne“ dokumentieren diese Kunstrichtung.  Das Zentrale Thema in Čižeks Lehre bildete die Bewegungsdarstellung, der Kinetismus (griechisch kinesis = Bewegung).

Die österreichische Malerin und Grafikerin Traxler-Pilgram entwickelt aus dem Kinetismus ihre ganz persönliche Formensprache und gestaltet virtuos ihre „bewegten Figuren“. Doppeldeutigkeiten werden bewusst inszeniert. Figuren werden vom Betrachter in Bewegung als auch als „bewegt“ wahrgenommen. Das Spiel zwischen Aktivität und Passivität entwickelt sich zu einem spannungsgeladenen Dialog. Redensarten werden zum essentiellen Transporteur von Botschaften, begleiten gleichberechtigt die Schwarz-Weiß-Malerei, stülpen innere Bilder nach Außen und untermalen diese. Diese Prozesse werden begleitet von Zwiegesprächen zwischen Bewusstem und Unbewusstem, Verstand und Gefühl, Wort und Bild.

Was ist der Mensch in Auseinandersetzung mit sich selbst, der Gesellschaft und seinem Umfeld? Dieser Frage widmet sich Traxler-Pilgram als Künstlerin, Philosophin, Pädagogin, Historikerin und auch als Privatperson. Damit schafft sie  ihren ganz persönlichen ganzheitlichen, interdisziplinären Zugang. Sie spielt mit Worten und allen Sinnen, malt sich Vieles aus, lotet Möglichkeiten und Variationen aus, sortiert und gewichtet Gedanken, vernetzt Emotionen - Bewegung kommt ins Spiel.

Der spannungsgeladene Interpretationsspielraum eröffnet neue Perspektiven. Traxler-Pilgram jongliert mit verschiedenen Titeln, lenkt die Assoziationen in unterschiedliche Richtungen, lässt die bewegten Figuren immer „weiterlaufen“. Manchmal „vergaloppieren“ sie sich, springen auf Doppelgleisiges und Unbewusstes, Verbotenes, Verdrängtes oder auf klassische Rollenbilder auf. Der Humor macht sie stets gesellschaftsfähig.

Sagenhaft utopisch! Menschliche Erfahrungen haben kein Ablaufdatum! Traxler-Pilgram folgt der Ansicht des Psychologen C. G. Jung, dass sie in den Tiefen eines kollektiven Unbewussten verankert sind. Dann und wann lösen sie sich los und erscheinen in Form von Archetypen in Mythen, Märchen, Träumen und der Kunst. Sie wandern von Generation zu Generation, von Mensch zu Mensch. Sie wollen wachrütteln und von der Vergangenheit einen Blick auf die Zukunft werfen. Die bewegten Figuren als nachhaltiges Element unserer Wahrnehmung.

CV: Traxler-Pilgram geboren 1966 in Villach, 1986-1993 Studium der Psychologie, Philosophie und Geschichte in Wien, zahlreiche Kurse in Malerei und Grafik bei unterschiedlichen akademischen Malern, Lehramt seit 1995 in Wien, lebt und arbeitet in Maria Anzbach und in ihrem Atelier in Ollersbach.

Ausstellungen und Messen

  • Galerie M, Kirchstetten

  • Kunstrad Galerie – le-art, Langenzersdorf  

  • Stilgalerie, Wien

  • Galerie Friedl, Wien

  • ART Salzburg

  • BURN-IN Galerie, Wien