• BURN-IN Ellen Semen | Ausflug aufs Meer | 150 x 200 cm

Herr Biedermann und Frau Grün
01.10.2020 bis 29.10.2020

Vernissage
02
Okt 2020
19:00
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Haupt-Reiter

BURN-IN Ellen Semen | Ausflug aufs Meer | 150 x 200 cm

Vor rund 200 Jahren war es kein lebensbedrohlicher Virus, sondern ein restauratives politisches System inklusive alles überwachender Geheimpolizei, das die Menschen in die Privatheit flüchten ließ.Elke Doppler, Wien Museum Magazin, Zwischen Chaos und Mutterglück, März 2020

Im Oktober 2020 lädt BURN-IN zu der zum Reflektieren anregenden Ausstellung Herr Biedermeier und Frau Grün mit Ellen Semen (Österreich) ein und zeigt zwei Werkserien, die vordergründig völlig diametral angelegt sind, bei näherer Betrachtung jedoch vieles gemein haben.

Die in Hamburg geborene, seit 20 Jahren in Wien lebende Künstlerin hat kroatische Wurzeln und ist eine wunderbare Geschichtenerzählerin. Mit ihren gesellschaftskritischen Arbeiten erlangt sie große soziopolitische Bedeutung und führt mit ihrem Gesamtwerk und in der aktuellen Ausstellung klar vor Augen, welche Entwicklungen global schieflaufen. Sie scheut sich nicht, Stellung zu beziehen, zu kritisieren.  Die positive Ausstrahlung aller Werke vermittelt aber stets Hoffnung und Zuversicht auf eine positive Wende.

 

Florale
Militanz

Der Werkzyklus Florale Militanz entstand bereits ab 2005 und thematisiert in idyllisch anmutenden Szenerien eine Vielzahl brisanter Themen unserer Zeit. Hier spielt Semen mit der facettenreichen Schönheit der Natur, mit wunderbarem Grün, Blau und Gelb, das völlig überraschend auf militante Figuren und Körper (Atompilz, Manga Figuren...) trifft. In der Arbeit Wahrscheinlichkeit 1:3 symbolisieren unzählige leuchtend gelbe Sonnenblumen, die mehr als 200.000 Opfer der US-amerikanischen Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki. Im imposanten Diptychon Uups..., man-eating (200 x 500 cm) ließ sich Semen von der Bildsprache und Ästhetik des Filmklassikers Kill Bill (Quentin Tarantino) inspirieren und setzt auf eine Manga Figur, die unmissverständlich und mit voller Kraft ihre Message  transportiert.

 

Im Kinderzimmer

 

Biedermeier Reloaded  (Arbeiten ab 2016) setzt sich mit den österreichischen Künstlern der Biedermeierzeit (Waldmüller, Danhauser, Fendi und Kupelwieser) auseinander. Das neue Biedermeier, Faith Popcorns Cocooning der Neunziger, erlangt gerade durch die Corona Pandemie wieder eine enorme Renaissance. Der Rückzug ins traute Heim scheint für viele die ultimativste Form zur Krisenbewältigung.

Biedermeier reloaded

Doch Semen entzaubert diese romantische Vorstellung in vielen ihrer Arbeiten. Im Kinderzimmer (2020 | angelehnt an Josef Danhauser) verkehrt den Gegenwartsoptimismus in eine Dystopie und setzt das Kind den biblischen Plagen aus. In Ausflug aufs Meer (Inspiration Leopold Kupelwieser) zielt Semen auf die Dekadenz der feinen Wiener Gesellschaft, die sich der Ernsthaftigkeit der prekären Situation nicht bewusst ist. Ein wahres Déjà-vu Erlebnis, das viele in der aktuellen Krisenzeit empfinden und  kritisch über Akteure und die politische Weltbühne nachdenken lässt. Eine GreenART Ausstellung mit absolutem Tiefgang.

 

Strandung

#KunstTransfer

Über BURN-IN, Biedermeier, Cocooning und das Verlassen der White Cubes

Semen agiert künstlerisch fundiert und nachhaltig. Sie nennt die Dinge beim Namen, traut sich auch über höchst sensible Themen und schafft es bravourös, auch unangenehme Wahrheiten zu zeigen. Die vordergründig makellos schöne figurative Malerei weckt stets positive Assoziationen, trotz aller Tiefgründigkeit. Damit spricht sie vor allem tiefsinnige Kunstsammler und Institutionen an, die von zeitgenössischer Kunst gefordert werden wollen und mit ihr ein ganz spezielles Statement an ihre Umwelt abgeben wollen.

BURN-IN empfiehlt Semens Werke vor allem auch für Corporate Collections, Kunst-Interventionen und Kunst-Branding Kampagnen. Denn oftmals kann das Aufzeigen problematischer Strukturthemen, die Organisationen und Gesellschaft tangieren, durch eine strategische künstlerische Intervention glaubhaft und authentisch kommuniziert und gemanagt werden. Der Return on Culture als nachhaltiger Gewinn in puncto interner und externer Kommunikation. Viele Organisationen entwickeln sich immer mehr zu „den“ neuen Kunstschauplätzen, demokratisieren die Kunst und schaffen damit Kunst für die Vielen und nicht nur für wenige. Der sich stark im Wandel befindliche Kunstmarkt befeuert diese Entwicklung und zeigt hochklassige Kunst immer häufiger auch außerhalb der klassischen White Cubes (Museen, Galerien, Kunstmessen). Seit 2009 arbeitet BURN-IN mit Kunst-Branding erfolgreich an dieser Schnittstelle und präsentiert völlig neue Zugänge neben den traditionellen White Cubes und schafft damit Mehrwerte für die Gesellschaft, Unternehmen und Kunstschaffende. BURN-IN spinnt also für Organisationen einen exklusiven Kokon, ganz im Sinne des Biedermeiers und des Cocoonings (Faith Popcorn, späte 1980er), das in Corona Zeiten eine unglaubliche Renaissance erlebt.

BURN-IN freut sich sehr, Ellen Semen ab August 2020 vertreten zu dürfen. Damit gelang BURN-IN ein weiteres bedeutendes upgrade des internationalen Portfolios.

Künstler Info

Uups, man-eating

Ellen Semen (AT)

Ellen Semen  wurde 1971 in Hamburg geboren. Sie studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart (1992-2001) Malerei bei Prof. Peter Chevalier (1996-1999), am Surikov Institut in Moskau (1998), an der École des Beaux-Arts in Marseille (1999) und Kunst und intermediales Gestalten bei Sotorius Michou in Stuttgart (1999-2001).

1999 erhielt Semen den Akademiepreis der Kunstakademie Stuttgart für Malerei und das Stipendium Marseille (Deutsch-Französisches-Jugendwerk). 1998 das Stipendium Moskau (Künstlerweg e.V.).

Seit 1996 zahlreiche Solo- und Gruppenausstellungen in Kroatien, Bosnien-Herzegovina, Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Malerin und Zeichnerin mit kroatischen Wurzeln überrascht mit Sehnsuchtsbildern einer konfliktfreien Welt. Die vordergründig liebliche Malerei entführt in eine ungeschönte Realität, in der immer wieder unerwartete Bildelemente den Bildraum betreten. Sie fordern den Betrachter und stellen ihn auf eine harte Probe. Denn das vermeintlich Schöne, Unschuldige wird von Überraschendem, Unangenehmen unterwandert. Harmloses vermengt sich mit Grauenvollem. Letztendlich versöhnen die satten, leuchtenden Töne, die einen positiven und optimistischen Eindruck entstehen lassen. Ellen Semen meint dazu: "Meine Werke sind dunkel angelegt, aber hell erwünscht. Deshalb stehen meine Sehnsuchtsbilder für eine konfliktfreie Welt."