Nachlese zum BURN-IN Symposium

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Impulsvortrag - Emotionale Markenführung durch Kunst | Architektur | Marketing
Dkfm. Sonja Dolzer  

Kunst-Branding
Internationale Studien beweisen, dass 95% aller Entscheidungen implizit (mit Hilfe eines Autopiloten - emotional) gesteuert werden. 5 % werden explizit (bewusst) getroffen. Das reicht über alle Branchen und Produkte. Auch große Investitionsentscheidungen werden so getroffen. Diese Ergebnisse stammen aus der aktuellen Hirnforschung und werden unter dem Begriff Neuromarketing (beschäftigt sich mit dem besseren Verständnis der Zustände und Prozesse des Affekts und der Kognition im menschlichen Gehirn. Die Messung erfolgt mit Gehirnscannern) zusammengefasst und die wahren Bedürfnisse und Wünsche der Konsumenten dokumentiert und für das Marketing nutzbar gemacht. 

 

 

Wenn die Mehrheit der Entscheidungen also emotional getroffen werden, ist das konsequente Ziel die emotionalen Markenführung und die Entwicklung von Lovemarks. Diese haben 3 Dimensionen:

Geheimnis, Sinnlichkeit und Intimität. Genau diese Dimensionen können sehr gut durch Kunst "erzeugt" werden. Kunstwerke sind immer geheimnisvoll, da sie bei jedem etwas anderes auslösen und verschiedenste Interpretationen zulassen. Der Künstler schafft eine Aura um sein Werk, das es zu entdecken gilt. Eine sehr spannende Reise. 

Kunst ist sinnlich - sie fordert die Sinne des Betrachters und sie hat auch immer etwas Intimes. Jeder Sammler geht immer ein spannendes Verhältnis mit seinen Werken ein. Die Motive können dabei durchaus unterschiedlich sein. Der aestetic value (Schönheit, Gefallen), der investment value (zum Geld verdienen) oder der social value (Kunst als Statussymbol) sind die wichtigsten Motive beim privaten Sammler.

Für Organisationen ergeben sich noch zusätzliche, strategisch sehr wichtige Möglichkeiten: Die Schaffung von einzigartigen Unternehmensidentitäten durch Kunst-Branding.  

Das ist sehr innovativ und richtungsweisend für ein Unternehmen. Die Bedeutung von Kunst in auseinander driftenden Strukturen und Wertesystemen kann nicht hoch genug angesetzt werden. Kunst-Branding steht auch für Nachhaltigkeit und CSR (Corporate Social Responsibility) und versucht durch den integrierten Ansatz Umwelt, soziale Gerechtigkeit aber auch die Beziehung zu den Stakeholdern harmonische in Einklang zu bringen und nach außen zu visualisieren. 

Deshalb funktioniert Kunst-Branding auch in Unternehmen, die vorrangig nicht zu den Fokusgruppen zählen. Die Beispiele Red Bull (Kunstzyklus im Hangar 7), Hofer mit der Kunstsponsoring-Koop mit OÖ Museen wie bsp. dem Lentos und Kärcher mit dem Kunstsanierungsprojekt am Mount Rushmore zeigen das deutlich. 


Trends & Facts im Kunst-Branding | Kunstsponsoring

  • Kunstsponsoring funktioniert nur, wenn es strategisch in die Unternehmenspolitik integriert wird, zu Produkten und  Kunden passt, von Eigentümern und Mitarbeitern gelebt wird und von der Öffentlichkeit als glaubhaft wahrgenommen wird.

  • mit Kunst-Branding kann man Marken und Unternehmen einzigartig positionieren, den Kommunikationswettbewerb gewinnen und  innovativ und nachhaltig handeln.

  • Trend zum Sponsoring - Anteil des Sponsorings an den Gesamtkommunikationsbudgets 10-15 % weltweit. Davon fließen ca. 1-2% in die Kunst.

  • Durch Kunst-Branding entstehen langfristige emotionale, vertrauensstiftende Beziehungen - jenseits von aggressivem Werbedruck (Stichwort Reaktanz und Ignoranz) und der permanenten Reizüberflutung der klassischen Kommunikation.

  • externe Effekte des Kunst-Brandings (Imageverbesserung, Steigerung des Bekanntheitsgrades, positive Auswirkungen auf die Unternehmenskultur, höhere Medienpräsenz und engere Kundenbindung).

  • interne Effekte des Kunst-Brandings (optimale Mitarbeitermotivation, vermehrte soziale Kompetenz, Flexibilität und Offenheit für innovative Lösungen, besseres Betriebsklima, verbesserte Kommunikation).

  • Investition in die Marke durch Kunst-Branding zieht eine Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte nach sich und  schafft einzigartige Unternehmenspersönlichkeiten, den Return on Culture.


Case Studies von BURN-IN:

  • LP Logistik , Obertrum

  • MGI Steuerberatung, Liezen

  • Bernegger, Molln

  • Wacker-Chemie, Burghausen


Podiumsdiskussion "Schafft die Symbiose aus Kunst | Architektur | Marketing einzigartige Unternehmensidentitäten"

Moderation:
Dr. Helmut Brandstätter (Chefredakteur Kurier) 

Teilnehmer: 

  • Prof. Waltraud Steinböck - Herausgeberin des Magazins "Cercle diplomatique international", das 1971 gegründet wurde und der Kommunikationsträger  für das diplomatische Corps (Botschaften) und Internationale Organisationen ist. Es berichtet über österr. Politik, Wirtschaft, Kultur, Veränderungen des diplomatischen Corps und den Vertretungen im Ausland. Das Magazin erscheint 2 x jährlich mit einer Auflage von 35.000 Stück. Kunst, Kultur und Lifestyle nehmen dabei einen sehr hohen Stellenwert .

  • Mag. Arch. Peter Döllmann - Architekt und Designer mit interdisziplinären Entwurfansatz. Er inszeniert Gesamtauftritte für Firmen, übersetzt Corporate Design in die 3. Dimension. Er ist Mitgründer und Teilhaber des Architektur- und Desingbüros Superreal. Zu den Kunden zählen unter anderem MCE Group und IKEA. Außerdem entwickelte Döllmann Design gemeinsam mit dem Scionic-Institut der Kunstuni Linz die neuen "Straßenbahn" im Retro-Look für die Pöstlingbergbahn. Peter Döllmann hatte einen Lehrauftrag an der Kunstuni Linz, ist stellvertredender Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Architektur und schreibt regelmäßig für den Standard zu Design- und Technologiethemen. Er lebt und arbeitet in Wien und Berlin. 

  • Dr. Wilhelm Schlagintweit -  Mitinhaber und Konzessionär der Wiener Apotheke zum Löwen von Aspern. Er hat Pharmazie studiert und lehrte am Institut für Pharmakognosie an der Karl Franzens Universität in Graz. Seine mit dem Österreichischen Bauherrenpreis  2005 in Graz ausgezeichnete Apotheke besticht durch modernes Ambiente. Geplant wurde sie von ARTEC (Wien). Architektur und Marketing wurden dabei in Einklang gebracht. Dr. Schlagintweit arbeitete mit dem deutschen Trendforscher Matthias Horx zusammen. Die Themen"future health"  und die "Erlebnisgesundheit" spielen in der Apotheke eine große Rolle.  Zahlreiche Fachartikel wurden veröffentlicht. Interessant auch der angeschlossene Kulturverein, der Denkraum Donaustadt und die Heilkräuterwerkstatt.

  • Josef Schick- Geschäftsführer der Kulturvernetzung NÖ, Büro Weinviertel. Ziel der Plattform ist  die Vernetzung der vorhandenen kulturellen Einrichtungen und die Verbesserung der Zusammenarbeit von Kulturanbietern und Kunstschaffenden. Dabei steht die nachhaltige Stärkung einer unverwechselbaren regionalen Kulturlandschaft im Vordergrund.  Aktuell sind ca. 1250 Mitglieder auf der Plattform registiert, die von den umfangreichen Serviceleistungen des Portals profitieren.  Darunter die "Tage der offenen Ateliers" und die Zeitung "KunstStoff". Josef Schick beschäftigt sich intensiv mit Fotografie und wirkt seit einigen Jahren bei einer Reihe von Theater- und Musikproduktionen im Weinviertel mit. U. a. Jedermann, Zu ebener Erde und Erster Stock, Olympia und Jesus Christ Superstar.

  • Mag. Renate Polzer - gebürtige Steirerin, lebt und arbeitet unter dem Künstlernamen "erpe" seit einigen Jahren in Wien. Sie besuchte die Internationale Akademie für bildende Kunst in Salzburg, Klasse G.Damisch, und  die Europäische Akademie für Bildende Kunst in Trier (D), Klasse M.E.Prigge, und studierte Kunstgeschichte an der Grazer Karl-Franzens-Universität (Diplom 1998).  Sie hat bereits in Deutschland, Kroatien, Slowenien, Italien, Frankreich, Spanien, Tschechien, Polen, Japan, auf den Seychellen und Kuba ausgestellt. Seit 1978 organisiert sie auch internationale Maler- und Bildhauersymposien. Besondere Projekte: Skulpturenweg Römerstraße (Panoramagalerie Sulmtal-Königsberg) und das Kunst-Sponsoring Projekt mit Wacker-Chemie.

  • Dkfm. Sonja Dolzer ist Miteigentürmerin der Linzer Werbe- und Marketing-Agentur Dolzer Advertising und Initatiorin der Plattform BURN-IN. Sie studierte BWL an der WU Wien und an der HFH Hamburg. Diplomarbeit zum Thema "Return on Culture - Wirkungsmechanismen des Kunstsponsorings auf den Brandvalue und die Corporate Identity". Die Arbeitsschwerpunkte liegen bei den Themen Neuromarketing, Branding, emotionale Markenführung und der Vernetzung von Wirtschaft und Kunst. 2009 Gründung der Plattform BURN-IN und internationale Registrierung der Marke. 

Conclusio:
Das höchst interessante Thema und die sehr gut ausgewählten Gäste aus den Bereichen Wirtschaft, Architektur, Kunst und Marketing ermöglichten eine wirklich spannende Diskussion, an der sich auch das Publikum sehr engagiert beteiligte.

Grundsätzlich waren alle Teilnehmer von der Notwendigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Kunst, Architektur und Marketing überzeugt. Heftig diskutiert wurde über den optimalen Workflow,  die optimale Koordination bzw. die künstlerische Freiheit von Kunst-Branding-Projekten.

Der BURN-IN Ansatz, durch Kunst-Branding einzigartige Unternehmensidentitäten zu schaffen und die immaterielle Vermögenswerte der Unternehmen zu erhöhen wurde von den Diskussionsteilnehmern durchwegs bejaht bzw. wird bereits gelebt, beim Publikum jedoch manchmal auch kontroversell gesehen.

Da gilt es seitens der Plattform noch genügend Überzeugungsarbeit zu leisten


Vernissage Zündendes

Drei Künstlerinnen – drei Positionen Jede hat ihren eigenen Stil, die Farbe Rot dominiert viele Arbeiten in Korrespondenz zum Titel "Zündendes".

Es kommen aber auch andere Grundfarben vor, die - eher selten – auch gemischt werden. Ruhige, fast monochrome Flächen wechseln mit Flächen in bewegter Farbbearbeitung ab. Formal ist hier alles zu finden, ohne dass der durchgehend persönliche Stil in Frage gestellt wird: Völlig Abstraktes, teilweise malerisch und grafisch gelöst, reduziert Figurales sowie Figurales, Körperliches fügt sich zu einer homogenen Ausstellung zusammen.

präsentierte Werke:

  • Hommage an Hermann Nitsch | hannana

  • Gangbare & ungangbare Wege | hannana

  • Urwaldhitze | hannana

  • Rot-Gelb-Blau-Vernetzung | hannana

  • Spuren I | erpe

  • Anglertraum | erpe

  • Rosso | erpe

  • Reigen | erpe

  • red sky | chmel

  • Josefine | chmel

  • Nora | chmel

  • flammender Baum | chmel

  • Bags & Shoes | chmel 


Kooperationspartner 

  • Synthesa
    Die in Perg/OÖ ansässige Synthesa-Gruppe ist mit ca. 650 Mitarbeiter namhafter Hersteller von hochwertigen Farben, Lacken, Lasuren, bauchemischen Beschichtungen und Materialien für die Fassaden und Dämmtechnik und Marktführer für Baufarben in Österreich.

  • fassadenbild.com
    hat Ihren Sitz Kirchdorf an der Krems. Ewald Ploner,  Gründer und Eigentümer der Marke, entwickelte die Idee und das Konzept der künstlerischen Gestaltung von Außenfassaden. Gemeinsam mit Synthesa wurde die Technologie zur Marktreife geführt. fassadenbild.com ist Patentinhaber für die geschützten Verfahren des Fassaden- und Bodenbilds.